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Trogaphil 2026: Ein Wochenende voller Philatelie und Gemeinschaft in Trochtelfingen
Vom 1. bis 3. Mai 2026 stand das schwäbische Trochtelfingen ganz im Zeichen der Philatelie. Der Philatelieclub Montfort ließ es sich nicht nehmen, mit einer achtköpfigen Abordnung und insgesamt neun Exponaten anzureisen, um Flagge zu zeigen und die Ergebnisse monatelanger Forschungs- und Gestaltungsarbeit zu präsentieren.
Auftakt und fachlicher Austausch
Nach einer kurzen und entspannten Anreise am Freitagmorgen wurden die Exponate routiniert in die Rahmen gebracht. Die darauffolgenden Tage boten den idealen Rahmen für das, was unser Hobby so besonders macht: das Fachsimpeln. In familiärer Atmosphäre wurden alte Freundschaften gepflegt, Erinnerungen aufgefrischt und neue Kontakte in der Sammlergemeinschaft geknüpft. Es war eine hervorragende Gelegenheit, über den eigenen Tellerrand – oder vielmehr den eigenen Rahmenrand – hinauszublicken.
Strenge Jury und diskussionswürdige Umstufung
Die Bekanntgabe der Bewertungsergebnisse am Sonntag zeigte deutlich, dass die Jury einen strengen, aber kompetenten Maßstab angelegt hatte. Während die meisten Ergebnisse den Erwartungen entsprachen, sorgte eine Entscheidung für Diskussionsstoff:
Evas tiefgreifendes Exponat Die Post in der Vorphilatelie Europas und ihre Bedeutung für den Versand textiler Muster wurde von der Jury gegen ihren expliziten Willen von der Kategorie Postgeschichte 2c in die Open Philately umgestuft. Dies zeugte aus Sicht des Vereins von einem grundlegenden Missverständnis der gezeigten Inhalte. Erfreulicherweise führte ein klärendes Gespräch zwischen Eva und einem der Juroren zu neuen Einsichten auf Seiten der Bewertungskommission und regte dazu an, das bestehende Reglement noch einmal kritisch zu hinterfragen.
Erfolge und Überraschungen
Trotz der Unstimmigkeiten bei der Einordnung konnte Eva mit hervorragenden 87 Punkten glänzen. Als Ehrenpreis erhielt sie das Standardwerk von Walter Michael Hopferwieser über Pioneer Rocket Mail + Space Mail.
Für die größte Überraschung sorgte jedoch Franz. Sein Exponat Sozialgeschichte des Jazz wurde mit 92 Punkten als das beste der gesamten Ausstellung prämiert. Franz selbst kommentierte den Erfolg mit gewohntem Understatement: Er halte dieses Exponat eigentlich für das am wenigsten fortgeschrittene seines Portfolios. Die Jury sah das anders und belohnte ihn mit dem Best of Show-Status und einem hölzernen Postboten aus dem Erzgebirge – eine klassische Rauchfigur, die nun als origineller Ehrenpreis seine Sammlung ziert.
Auch die weiteren Kolleginnen und Kollegen des Philatelieclubs Montfort konnten durchweg zufriedenstellende Ergebnisse erzielen und zum positiven Gesamtauftritt des Vereins beitragen.
Ein versöhnlicher Abschied
Die Gastfreundschaft in Trochtelfingen begleitete uns bis zum Schluss. Die Inhaber unseres Übernachtungsgasthofes verabschiedeten die Delegation mit jeweils einem Viererkarton Bier im Gepäck, was die Heimreise sichtlich beflügelte.
Fazit: Die Trogaphil 2026 bleibt uns als eine harmonische, familiäre Veranstaltung mit interessanten Menschen und fachlich hohem Niveau in Erinnerung. Wir kommen gerne wieder!

Nachgeholte Verleihung der Dr. Joerger-Medaille
Im Vorfeld der Preisverleihung der TROGAPHIL 2026 gab es einen besonderen Moment der Anerkennung: Franz wurde offiziell die Prof. Dr. Joerger-Medaille überreicht. Damit wurde eine Auszeichnung vervollständigt, die ihm bereits im Rahmen der NAPOSTA 2025 zugesprochen worden war.
Hintergrund der Auszeichnung: Die Prof. Dr. Joerger-Medaille zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen innerhalb der deutschen Philatelie. Wer sie erhält, spielt in der "Champions League" der Motiv-Philatelie.
Fokus: Die Medaille würdigt herausragende thematische Exponate.
Qualität: Sie wird in der Regel nur in Verbindung mit hohen Medaillenrängen vergeben und unterstreicht die außergewöhnliche Tiefe und Aufarbeitung einer Sammlung. Jeder Sammler kann diese nur einmal im Leben erhalten.
Namenspatron: Benannt nach Prof. Dr. Alois Joerger (1898–1966), einer prägenden Figur des Landesverbands Südwest im BDPh sowie Vizepräsident der FIPCO.
Ein verdienter Erfolg für Franz: Dass die Übergabe nun bei der TROGAPHIL 2026 stattfand, unterstreicht die Kontinuität und Qualität seiner Arbeit. Die Medaille ist nicht nur ein Beleg für sein philatelistisches Fachwissen, sondern auch für seine Fähigkeit, ein Thema so aufzubereiten, dass es höchsten Ausstellungsstandards gerecht wird. Franz freut sich sehr über diese hochkarätige Anerkennung seiner Forschungs- und Ausstellungsleistung!

Was mit dem Ein-Rahmen-Objekt unter dem Titel 'Don't Panic' und dem Vortrag beim Vereinstreffen begann, hat sich schnell zu einer größeren Leidenschaft entwickelt: Mein Ziel ist nun ein Wettbewerbsexponat mit acht Rahmen. Konzept und Gliederung standen im Handumdrehen, und die ersten Blätter nehmen bereits Gestalt an. Besonders der zweite Rahmen, 'Die Anatomie des Verschüttens', wird immer greifbarer. Dank meines eigenen Fundus, der Unterstützung meiner Vereinskollegen und gezielter Internetrecherche konnte ich das passende Material bereits zusammentragen und integrieren. Damit Ihr einen Eindruck bekommt, in welche Richtung die Reise geht, zeige ich Euch hier vorab einige Blätter des zweiten Rahmens. Viel Spaß beim Entdecken!


Ein Juwel verschwindet, ein Brief bleibt – und die Logik übernimmt das Kommando..
Begleitet mich nach Blackwood Manor, wo die Welt der Hochphilatelie auf die messerscharfe Kombinationsgabe von Agatha Christie trifft. Inmitten von aristokratischem Hochmut und der Gier leidenschaftlicher Sammler geschieht das Unmögliche: Ein spektakulärer Raub im Dunkeln hinterlässt nicht nur eine zertrümmerte Vitrine, sondern auch ein philatelistisches Rätsel, das tiefer in die Vergangenheit führt als gedacht.
Dieses außergewöhnliche Exponat befindet sich aktuell im Aufbau. Ich lade Euch ein, den Entstehungsprozess hautnah mitzuverfolgen: Ab sofort präsentiere ich exklusive Fragmente und Vorab-Einblicke in die acht Rahmen dieser Geschichte.
Erlebt mit mir:
📍 Philatelistische Raritäten als stumme Zeugen eines Verbrechens – von der seltenen Penny Black bis hin zu technischen Vorführstempeln der 1930er Jahre.
📍 Das philatelistische Alibi: Agatha Christie nutzt die unbestechliche Logik der Philatelie, um die arrogante Maskerade scheitern zu lassen.
📍 Das Urteil: Eine Geschichte über Rache, Gerechtigkeit und den wahren Wert eines Dokuments.
Das Spiel hat begonnen. Die ersten Blätter sind bereits für Euch ausgelegt...


Fündig geworden! Neues für unsere Exponate
Für Sammler wie uns ist der Advent oft die spannendste Zeit des Jahres. Es ist die Hochphase der Auktionen, in der so mancher verborgener Schatz wieder ans Licht kommt. Auch wir waren (elektronisch/online) unterwegs und haben unsere Sammlungen um einige außergewöhnliche Stücke erweitert. Nun beginnt der Teil, den wir besonders lieben: der Einbau des Materials in unsere Exponate. Wir werden das Umfeld recherchieren, die Belege entsprechend platzieren und die Erläuterungstexte daran anpassen. Wir möchten Euch an diesem Prozess teilhaben lassen. In den kommenden Wochen stellen wir unsere „Beute“ vor und zeigen, was diese Stücke so einzigartig macht.
Bleibt neugierig! - hier die ersten Beispiele:

Ein neues Kapitel für die thematische Philatelie
Lange Zeit war Bad Mondorf die wichtigste Adresse für Europas Thematiker. Auch wenn die letzten Jahre Herausforderungen wie die Pandemie und den Wegfall großer Meisterschaften mit sich brachten, spüren wir jetzt einen deutlichen Aufbruch: Die Exphimo 2026 wird wieder zum strahlenden Mittelpunkt unserer Leidenschaft. Bereits jetzt haben wir Anmeldungen für 200 Rahmen erhalten – ein großartiges Zeichen für die Vitalität unseres Hobbys. Merken Sie sich das Pfingstwochenende (23./24. Mai 2026) vor, wenn die Exphimo zu neuem Glanz findet!

Tipps für Aussteller

Ein Bestandteil von Wettbewerbsexponaten ist neben einer Liste der interessanten Stücke auch eine sogenannte 'Synopsis', umgangsprachlich auch 'Werbeblatt' oder mit einem modernen Begriff aus der Filmindustrie auch 'Teaser' genannt. Als kleine Hilfe soll an dieser Stelle die Synopsis zum Exponat Man richtet sich's - die sieben Todsünden aufgerufen werden können. Möglicherweise ist auch eine Liste der besonderen Stücke interessant, vor allem sollen hier die Verweise auf das jeweilige Exponatblatt aufgezeigt werden. Eine dritte Begleitdatei ersetzt das Titelblatt, vor allem da aufgrund der besonderen Gliederungsform nach der Montforter Schule die Detailgliederung sich auf die jeweiligen Einleitungsblätter der einzelnen Rahmen verteilt.

Ausstellungen mit unserer Beteiligung

Postfiliale Rankweil: Unter dem Titel "Geschichten mit Philatelie" stellen wir in der Postfiliale Rankweil seit 2017 drei Rahmen (seit 2023 nach einem Umbau reduziert auf 2 Rahmen) aus unseren Exponaten aus. Die Inhalte der Rahmen werden monatlich ausgetauscht. So unterschiedliche Themen wie die Postgeschichte von Rankweil über die Errungenschaften von Leonardo da Vinci, die Geschichtenerzähler bis zur Moderne, die Sozialgeschichte des Jazz, die ursächlichen Verhaltensweisen der Menschen, die Moderne mit ihren sozialen Netzwerken, das Dilemma der Mythen bis hin zu traditonellen philatelistischen Themen aus der Postgeschichte oder dem klassischen Sammeln von Briefmarken sollen die Besucher der Postfiliale informieren, unterhalten und auch die Wartezeiten für die Kunden der Postfiliale verkürzen. Ergänzend präsentieren wir Ein-Rahmen-Exponate, die im Zeitverlauf als neue Impulse unsere Ausstellung vervollständigen.

Postfiliale Lustenau: Unter dem Titel "Philatelie Lust(enau)" stellen wir in der Postfiliale Lustenau ebenfalls seit 2017 drei Rahmen aus unseren Exponaten aus. Die Inhalte der Rahmen werden monatlich ausgetauscht. Die Ausstellungen in Lustenau folgen ähnlichen Prinzipien wie in Rankweil und sollen Lust auf Philatelie machen.


Neu in unseren Exponaten